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Endlich! - so möchte man ausrufen, die erste Ausgabe der so genannten »voranalytischen Schriften« Freuds ist verfügbar.1 Sie war lange angekündigt, und spätestens mit dem Erscheinen des Nachtragsbandes der Gesammelten Werke im Jahr 1987 durfte man sich der Hoffnung hingeben, dass diese Arbeiten bald im S. Fischer Verlag erscheinen würden, da Ilse Grubrich-Simitis am Ende ihrer Einleitung zu diesem Band schreibt: »Daneben wird bereits seit längerem an einer vierbändigen Edition der […] voranalytischen Schriften Freuds gearbeitet« (1987, S. 28). Aber das Hoffen auf die scheinbar bereits so nahe gerückte Realisierung wurde Jahr um Jahr, Jahrzehnt um Jahrzehnt auf eine harte Probe gestellt. Jetzt endlich hat der Psychosozial-Verlag als Auftakt seiner groß angelegten Sigmund Freud Gesamtausgabe (SFG) mit den ersten vier Bänden diese schmerzlich empfundene Lücke in der Verfügbarkeit der Werke Freuds geschlossen. Der Rezensent ist unsicher, ob er dieses Ereignis als Beleg dafür nehmen soll, dass sein Wünschen geholfen hat, aber auf jeden Fall stellen diese vier Bände das seltene Vergnügen eines spät erfüllten Wunsches dar. Nach den Angaben des Verlags soll die Edition 23 Bände umfassen und alle von Freud selbst zur Veröffentlichung bestimmten Arbeiten - auch Interviews - in chronologischer Reihenfolge und in der Gestalt ihrer ersten Veröffentlichung enthalten. Über diesen editorischen Rahmen wird an späterer Stelle noch ein Wort zu sprechen sein.
Zunächst wird jedermann, der daran interessiert ist, die Entwicklung von Freuds Denken im Spiegel seiner Schriften verfolgen und möglichst umfassend kennenlernen zu können, das Erscheinen der ersten vier Bände dieser Ausgabe ohne jede Einschränkung begrüßen. Damit sind nun wichtige Arbeiten, die Freud in den Jahren zwischen 1877 und 1894 verfasst hat, zusammenhängend in einer Ausgabe verfügbar. Wenn wir diese teilweise sehr heterogenen Arbeiten - sie reichen von Besprechungen von Artikeln medizinischer Fachzeitschriften, manchmal n