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Die Himba sind eine kleine Gesellschaft von Nomaden, die unter sehr kargen und existenzbedrohenden Umständen leben, näher als wir an Hunger und Tod, an der puren Grenze menschlicher Existenz, wobei sie dennoch eine vitale Erotik, Sexualität und Körperlichkeit entfaltet haben und diese leben.
Nach Vorarbeiten von Ute Wordell und Volker Friedrich im Jahr 1999 und einer Erkundungsreise 2000 reisten im Jahr 2002 acht Psychoanalytiker, ein Soziologe und eine Ethnologin für zwei Monate zu den Himbanomaden. Vorangegangen war eine intensive ethnologische Beschäftigung mit der Himbakultur. Die allgemeine Forschungsfrage lautete, »wie sich die psychische Struktur der Himba unter den kulturellen Lebensbedingungen entwickelt hat und wie sie beschaffen ist. So wollten wir z.B. untersuchen, was vom Ich verdrängt werden muss und was vom Überich zu leben gestattet ist« (S. 15f.). Von der ursprünglichen Gruppe führten in den Jahren 2003 und 2006 Angela Köhler-Weisker und Eva Poluda-Korte die Untersuchung fort; für jeweils vier Wochen arbeiteten sie mit zwei Übersetzerinnen, wobei die Gespräche in der