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Die Radikalisierung junger Muslime geschieht vor dem Hintergrund eines einseitigen und manipulierten Bildes von der Geschichte des Islams und seiner Beziehung zum Abendland. Die islamistische Propaganda und die Indoktrination durch die Terrorgruppen verbundenen Anwerber stellen Muslime als Trauma-Opfer vor und rufen auf zur Rache und Vernichtung des Feinds. Gute interne Objektbilder, die die sich radikalisierenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen vorher von ihren Eltern, gemäßigten Muslimen, Lehrern oder anderen in der westlichen Welt mitbekommen haben, werden unter Druck von Desinformation, Gehirnwäsche, Kontrolle und Drohungen und im Blick auf ein Heldentum im Dschihad ausgeschlossen und vernichtet. Der Autor greift auf Vamik Volkans Konzept des »chosen trauma« zurück, um nähere Einsicht in die Vorstellungen dieser Jugendlichen zu gewinnen.