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Es wird die Frage diskutiert, auf welchem Weg die Sprache, das wichtigste Werkzeug des Analytikers, Zugang zum unbewussten Erleben eröffnet. Anhand verschiedener Konzepte wird die Verschränkung der Sprache mit unbewussten, vorsprachlichen »Praxisfiguren« (Lorenzer) erörtert, was der Sprache Lorenzer zufolge das Potential verleiht, unbewusste Szenen zu evozieren, die im szenischen Verstehen des Analytikers ihren Widerhall finden. Szenisches Verstehen basiert dabei auf Kommunikationskanälen, die auch jenseits der lexikalischen Bedeutung der Sprache liegen. An einem Fallbeispiel wird gezeigt, dass diese Kommunikationskanäle über große kulturelle Differenzen und sprachliche Verständigungsprobleme hinweg aktiviert werden können.