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Mit dem sowohl historisch als auch gesellschaftlich vielgestaltigen Phänomenkomplex des Fremden wird in der Soziologie ein in der Regel relational meist asymmetrisches Verhältnis zwischen Subjekten oder Gruppen beschrieben. Fremdheit ist jedoch ebenso ein Phänomen, das sich im psychischen Binnenraum des einzelnen Subjekts abspielen kann. Der Artikel befasst sich mit der Frage, inwiefern die soziologische Theorie intersubjektiver Fremdheit auch auf intrasubjektive Fremdheitserfahrungen appliziert werden kann. Ausgehend von Analogien zwischen dem sozialen Phänomen des Fremden und fremden Anteilen innerhalb des eigenen Selbst werden Unterschiede zwischen dem Fremden und dem Unbewussten diskutiert.