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Vor mehr als vierzig Jahren wurde eine deutsche Übersetzung des Buchs »Playing and Reality« von Donald W. Winnicott veröffentlicht, die, ihrer offenkundigen Mängel zum Trotz, in nunmehr 14. Auflage erscheint. Der vorliegende Beitrag versucht exemplarisch nachzuweisen, dass sich die Fehler dieser deutschen Ausgabe des Buchs nicht in sprachlichen Mängeln erschöpfen. In deutlichem Kontrast zu Winnicotts eigenen Intentionen lassen sie sein therapeutisches Verfahren als ein Vorgehen erscheinen, in dem eine theoretisch motivierte Distanz des Psychoanalytikers zu seinem Patienten höheren Stellenwert besitzt als ihr spielerisches Verhältnis zueinander. Der Artikel plädiert so nicht allein dafür, »Playing and Reality« erneut zu übersetzen - angesichts des vorliegenden Befundes scheint eine Erörterung geboten, in welchem Sinne und auf welche Art Hermeneutik und Psychoanalyse einander bedingen.