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Nach seiner Zusammenarbeit mit Fließ und Breuer hatte Freud einen gewissen Bekanntheitsgrad in Wien erlangt, dies v.a. nach der Veröffentlichung der Traumdeutung (1900a). Einzelne Personen aus seinem Umkreis zeigten sich interessiert, die entstehende Psychoanalyse besser zu verstehen, und bildeten bald eine Gruppe um Freud. Einer Idee Stekels folgend (Jones 1962, S. 20f.), lud Freud im Jahre 1902 einige dieser Männer ein, um die berühmte »Mittwochsgesellschaft« zu gründen. Er schrieb in diesem Zusammenhang:
»Vom Jahre 1902 an scharte sich eine Anzahl jüngerer Ärzte um mich in der ausgesprochenen Absicht, die Psychoanalyse zu erlernen, auszuüben und zu verbreiten. Ein Kollege, welcher die gute Wirkung der analytischen Therapie an sich selbst erfahren hatte, gab die Anregung dazu. Man kam an bestimmten Abenden in meiner Wohnung zusammen, diskutierte nach gewissen Regeln, suchte sich in dem befremdlich neuen Forschungsgebiete zu orientieren und das Interesse anderer dafür zu gewinnen« (Freud 1914d, S. 63).
Diese Gruppe fußte auf dem Interesse für die entstehende Disziplin, nährte sich allerdings auch von der Übertragung auf Freud, deren Schöpfer; in einigen Fällen war er auch der ehemalige oder aktuelle Analytiker dieser ersten Schüler. Von diesem Zeitpunkt an und während der nächsten zehn Jahre näherten sich die meisten dieser Männer Freud immer mehr an und schrieben das erste Kapitel der Geschichte der psychoanalytischen Bewegung: Stekel, Adler, Eitingon, Jung, Abraham, Ferenczi und Rank (ebd.).
So wie in allen Gruppenkontexten tauchten rasch Konflikte auf. Freud berichtete: