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Drei Argumente in Susann Heenen-Wolffs (2016) bemerkenswerten Ausführungen möchte ich besonders hervorheben: (1) die historischen Wurzeln der Ausbildungsausschüsse in Freuds Geheimkomitee, (2) die durch Heilungswünsche und eigene Analyse entstehenden Hemmungen und Übertragungen sowie (3) die in der bisherigen Diskussion zu wenig beachtete dysfunktionale Rolle der Ausbildungsausschüsse in der Ausbildung. Sodann ergänze ich Heenen-Wolffs Beitrag durch drei Kommentare zur aktuellen Situation psychoanalytischer Institute in Deutschland.
(1) In bester orthodoxer Tradition beginnt Heenen-Wolff bei Freud und untermauert ihre Argumente mit Freudzitaten. Sie verwendet Freud allerdings nicht nur affirmativ, sondern führt auch die zentralen Mängel der psychoanalytischen Institutionen historisch auf ihn zurück. Zu Recht, wie mir scheint, stellt sie Freuds Geheimkomitee ringtragender Männer an den historischen Beginn des Problems der psychoanalytischen Institutionen. Das Sektiererische der Psychoanalyse war ihren Institutionen von Anbeginn zu eigen (Falzeder 2010). Zwar verwandelte sich in Folge des Geheimkomitees nicht die Mission, die Lehre rein zu halten, aber doch die Institution, der diese Aufgabe zukam. Es bildeten sich im Laufe der 1920er Jahre von Berlin ausgehend lokale Ausbildungsausschüsse (Schröter 2002), die zwar nicht mehr geheim waren, aber geheim tagten und noch tagen, die sich weiterhin durch Kooption regenerieren und - was dem Geheimkomitee nicht gelang - durch lebenslange Mitgliedschaft auszeichnen.
(2) Heenen-Wolff hebt hervor, dass es ein wahrscheinlich nicht gänzlich vermeidbares »Übertragungs«-Geflecht innerhalb psychoanalytischer Institutionen gibt, die dadurch einen quasi familiären Charakter bekommen, woraus sich Hemmungen, Infantilisierungen und Idealisierungen ergeben. Besonders einleuchtend finde ich, dass ein zentrales Motiv für das Entwickeln starker Übertragungen auf den eigenen Analytiker und die durch ihn vertretene Institution in dem Wunsch der w