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Es wird dargestellt, dass Paul Schilder das »Körperbild« nicht nur als Erlebnisrepräsentanz verstanden hat. Gestaltet von libidinösen Energieflüssen, von (Patho-)Physiologie und vor allem von sozialen Erfahrungen, charakterisierte er es wesentlich durch motorische Aktivitäten, die zu Formgebungen des Körpers, Einverleibungen, sogenannten »Appersonisierungen« fremder Objekte, Inszenierungen, vegetativen Reaktionen und Modellierungen der Umwelt führen. Bisher wurden diese Leistungen dem Körper-Ich zugeschrieben. Eine besondere Rolle in Schilders Modell spielt der »body intercourse«, ein Körperbild-Transfer-Mechanismus, der sowohl die Einverleibungen als auch Körperbildverlagerungen nach außen, in Objekte und Umwelt herbeiführt. Es wird behauptet, dass diese Leistungen durch einen primären Körperbildkern zustande gebracht werden, der nach Kestenberg zuerst im frühkindlichen oralen »Verkehr« von Mutter und Säugling organisiert wurde und entscheidend dafür verantwortlich ist, dass Körperbildfusionen ständig möglich bleiben.