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Durch richtungsweisende Forschungsarbeiten konnten in den letzten Jahren beachtliche Fortschritte in der Diagnostik und Therapie von psychischen Komorbiditäten bei Herzerkrankten verzeichnet werden. Die bekanntermaßen hohe Prävalenz psychischer Begleitsymptomatik bei Patienten mit Herzerkrankungen lenkte den Fokus immer stärker auf psychotherapeu tische Behandlungsangebote, die in Ergänzung und Erweiterung einer vorrangig somatisch orientierten kardiologischen Therapie die Lebensqualität von Herzkranken positiv beeinflussten. Während die Effizienz gezielter pharmakologischer Therapieregime hinsichtlich einer Reduktion von Mortalität und Morbidität durch eine beeindruckende Anzahl von großangelegten, randomisierten klinischen Studien (»randomized clinical trials«, RCT) eindrücklich bestätigt werden konnte, liegen für die Behandlung komorbider Depression bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung bislang vergleichsweise wenig evidenz-basierte RCT-Auswertungen über den Nutzen einer psychotherapeutischen Behandlung vor (z. B. ENRICHD, SADHART, CREATE, COPES, Bypassing the Blues, TEAM-care). Zudem profitierte die klinische Psychokardiologie ganz wesentlich von grundlagenorientierten Forschungsarbeiten zu den pathophysiologischen Entstehungsbedingungen psychischer Komorbidität bei ischämischen und nicht-ischämischen Herzerkrankungen, die allerdings noch weit davon entfernt sind, ein auch nur irgendwie vollständiges Bild zu ergeben.
Angesichts der aktuellen Fortschritte in der Behandlung von psychisch kranken Herzpatienten ist die Veröffentlichung eines weiteren deutschsprachigen Lehrbuches zur Klinischen Psychokardiologie sehr zu begrüßen. Das Werk wurde von zwei führenden Klinikern mit langjähriger Expertise in der psychotherapeutischen Behandlung von kardiologischen Patienten verfasst. Die beiden Autoren Benjamin Bardé, ehemaliger Mitarbeiter am Institut für Psychoanalyse der Universität Frankfurt und später am Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt und jetzt in eigener psy