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Ausgehend von William James entwirft der Autor einen Dreischritt der religiösen Erfahrung, den er »Transgression« nennt. Er entfaltet das Konzept am Beispiel eines Gedichts, das die Psychoanalytikerin Edith Jacobson in nationalsozialistischer Haft schrieb. Ausgangspunkt einer »Transgression« im Sinne des Autors ist (1) eine innere Not, die die Suche nach einem hilfreichen Anderen aktiviert. Darauf führe sie (2) zu einer Entgrenzung des Ichs und Belebung einer religiösen Welt, aus der sich (3) eine Akteurumkehr und rettende Erfahrung entwickele. Der Autor verankert »Transgression« in existenziellen Erlebnissen, die unbegreiflich und überwältigend wirken; Religion fasst er als kulturellen Behälter auf, der helfen kann, derartige Erlebnisse zu transformieren und zu verarbeiten (in anderen Fällen dies jedoch auch verhindern oder projektiv erledigen kann).