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Dieser Beitrag ist ein Versuch, die Geschichte der Beziehung zwischen Bindungstheorie und psychoanalytischem Denken nachzuzeichnen und zu klären, wo der Diskurs zwischen beiden Feldern heute steht. Die Autoren beschreiben einige Übereinstimmungspunkte sowie Bereiche, über die nach wie vor kontrovers diskutiert wird, und zeigen der Bindungsarbeit mögliche Richtungen auf, die für ihre Beziehung zur Psychoanalyse relevant sind. Insbesondere die Theorie des Mentalisierens wird als ein Denkansatz erläutert, dem sowohl bindungstheoretische als auch psychoanalytische Konzepte zugrunde liegen. Moderne Weiterentwicklungen der Mentalisierungstheorie werden im Rahmen einer Darlegung der künftigen Entwicklungen des bindungstheoretischen Denkens beschrieben. Zwei Konstrukte, die mit der Bindung und mit dem Mentalisieren zusammenhängen, nämlich epistemisches Vertrauen und das Konzept eines allgemeinen Psychopathologie-Faktors, werden ebenso diskutiert wie die Implikationen dieser Überlegungen für ein Verständnis der Faktoren, die effektiven psychotherapeutischen Intervention gemeinsam sind.