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Eine Panikstörung kann das soziale und berufliche Leben der Betroffenen in Mitleidenschaft ziehen. Psychopharmakologische und kognitiv-verhaltenstherapeutische Interventionen sind als Symptombehandlung mitunter hilfreich, doch ist die Besserung zumeist nur von kurzer Dauer. Vorgestellt wird der Fall eines Geschäftsmannes, der wegen einer Panikstörung mit Agoraphobie um Behandlung nachsuchte. Vorangegangene medikamentöse und nicht-einsichtsorientierte Therapien hatten seine Symptome nur unwesentlich lindern können. In einer psychoanalytischen Behandlung, die sich über 14 Monate erstreckte und eine längere Psychoanalyse einleitete, verschwanden seine Panikattacken fast vollständig. Zur Symptomlinderung trugen die Analyse von ödipalen Konflikten, Geschwisterrivalität und anderen Abkömmlingen der Aggression sowie das Verständnis der Bedeutung einer kindlichen Enurese und ihrer Auswirkungen auf seine Charakterentwicklung bei. Das therapeutische Ergebnis dieser Behandlung war zumindest partiell auf einen psychoanalytischen Prozess zurückzuführen, in dem Ängste und Konflikte im Kontext der als Medium therapeutischer Veränderung dienenden Übertragung identifiziert, gedeutet und erörtert wurden.