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Mit ihrem Buch The Fascist State of Mind and the Manufacturing of Masculinity legt Christina Wieland eine Untersuchung vor, in der sie mithilfe der Grundlagenforschung Sigmund Freuds (Ödipuskomplex), der Konzeption der projektiven Identifikation von Melanie Klein und Wilfred Bions Theorie zu Gruppenprozessen eine Theorie über das »Substratum der Männlichkeit« (S. 60) aufzustellen versucht. Die Arbeit ist in vier Teile gegliedert: Nach der Einleitung werden wir zunächst mit grundlegenden Annahmen und Theorien konfrontiert. Im zweiten Teil folgt eine historische und zeitgenössische Darstellung der Debatten zum Thema in der psychoanalytischen Literatur. Teil 3 und 4 fokussieren und umkreisen den herausgearbeiteten Kern, nämlich die Verletzlichkeit der Maskulinität und die drohende Möglichkeit des »fascist state of mind«, wie dieser entsteht und welche Funktion er erfüllt - nämlich die Erschaffung einer künstlichen Männlichkeit, der »Männer aus Stahl«.
Wieland will zeigen, dass die Entwicklung der Maskulinität im Allgemeinen den vielleicht heikelsten Prozess in der menschlichen zivilisatorischen Entwicklung darstellt und damit den allerhöchsten politischen Stellenwert einnimmt. In ihrer Einleitung stützt sich Wieland auf den Begriff von der »Banalität des Bösen«, den Hannah Arendt (2011 [1963]) im Zusammenhang mit Adolf Eichmann entwickelt hat, und stellt folgende These auf:
»We all want to see evil or »the Devil« surrounded by infernal fires. Yet Arendt was saying something more profound and more disturbing. She was saying, like Christopher Bollas later on, that we are all, or at least a sizeable number of us, capable of being seduced into participating in, or supporting, or turning away a blind eye to terrible crimes« (S. 2).
Diese Annahme Wielands kommt überraschend. Sie ist mindestens fragwürdig: Hat Hannah Arendt mit ihrer Arbeit über Eichmann tatsächlich diese Schlussfolgerung gezogen? Ich glaube nicht.
Wieland stellt verschiedenste Positionen aus psychoanalytischer S