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Lessings »Ringparabel« scheint eine Erziehung des Menschengeschlechts zu versprechen, die dann aber nicht eingetreten ist. Seither dient der berühmte Text oft als das Feigenblatt einer deutsch-jüdischen Kulturgeschichte, die es nie gegeben hat. Um ihre Widersprüche verständlicher zu machen, sucht der vorliegende Text einen Subtext in der Parabel. Mit den Augen Sigmund Freuds wird sie im Lichte von »Totem und Tabu« gelesen: in einer Hermeneutik des Verdachts.