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Whitaker, u.a. mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneter Journalist, lange Jahre mit Recherchen im Bereich der Medizin beschäftigt, und Cosgrove, Psychologie-Professorin und klinische Psychologin, erzählen eine gruselige, empörende - etwa 40 Jahre umfassende - Geschichte von der Kollusion der American Psychiatric Association (APA), forschender und publizierender Mitglieder derselben auf der einen und der pharmazeutischen Industrie bzw. einzelner Unternehmen auf der anderen Seite. Die Autoren untersuchen detailliert Motivation, Spielzüge sowie Konsequenzen dieses Zusammenspiels.
Die Reputation der Psychiatrie bessere (vgl. S. 16ff.), erleichtere die psychiatrische Arbeit, machte sie einträglicher; verdrängte missliebige Konkurrenz (z.B. Psychoanalytiker und psychoanalytische Theorien), erweiterte den Pharma-Markt bei großer Profitabilität. Der Markt für Psycho-Medikamente wuchs von 800 Mio. $ 1985 auf 40 Mrd. $ 2011 (S. 9; siehe auch S. 111). Die Gewinne waren groß genug, um davon auf verschlungenen Pfaden an die Psychiatrie bzw. einzelne Psychiater auszuschütten, als Vortrags-, Berater-, Studienhonorare, Kongressfinanzierungen, Honorierung der Mitwirkung an »Gesundheitserziehungsvideos«. Rezensenten für Artikel in Fachzeitschriften