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Im klassischen Konzept des Zwangs wird eine zwanghafte Charakterbildung als Voraussetzung für die Entwicklung einer Zwangsneurose gesehen, das Zwangssyndrom fungiert hier als konfliktentlastender Kompromiss zwischen Triebregungen und deren Abwehr. Sofern nun aber Zwang ein fundamentales Sicherungs- und Kontrollbedürfnis erfüllt und es heute kaum noch eine psychogene Störung gibt, die nicht auch narzisstische Anteile impliziert, drängt sich die Frage auf, wie es um den Zusammenhang von Zwangsstörung und narzisstischer Persönlichkeit bestellt ist. Dies wird im Rückgriff auf drei Kasuistiken mit Zwangssyndromen illustriert und diskutiert.