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Zur konzeptuellen Vorbereitung einer empirischen Studie zur Untersuchung des Erfolgs von psychoanalytischen Kurztherapien bei Patienten mit Zwangsstörungen wird die These diskutiert, dass sich diese Patienten nur dann erfolgreich behandeln lassen, wenn es gelingt, einen kreativen psychoanalytischen Prozess in der therapeutischen Beziehung zu etablieren. Klinisches psychoanalytisches Arbeiten in allen Formen (Kurz- oder Langzeittherapien, Psychoanalysen etc.) folgt analogen behandlungstechnischen Prinzipien und therapeutischen Grundhaltungen. So kann z.B. eine Kurztherapie den Patienten einen ersten Eindruck davon vermitteln, dass ihre Zwangssymptome einen unbewussten Sinn haben, dass diese sie aber gleichzeitig in der Entfaltung ihrer Wünsche und Sehnsüchte massiv einschränken, und sie kann sie ermutigen, sich mit den ihrer Symptomatik zugrunde liegenden unbewussten Konflikten zu konfrontieren und ansatzweise zu erproben, auf Zwangshandlungen und -gedanken zu verzichten. Dadurch kann eine oft jahrelang eingeschliffene Abwehrstruktur hinterfragt und psychische Prozesse können wieder in Gang gebracht werden. Diese These wird mit Bezug auf psychoanalytische Arbeiten begründet und durch ein Fallbeispiel illustriert.