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Der erste, den wir ermorden möchten (und könnten), ist das neue Geschwisterkind, das wir keineswegs als den »Anderen« erleben, sondern das uns selbst allzu sehr »gleich« ist, so die Autorin. Der Beitrag erläutert, wie Geschwister und ihre späteren lateralen Erben die soziale Welt mithilfe psychischer Mechanismen entdecken und erschaffen, die sich deutlich von denen unterscheiden, die in der ödipalen Familie vorherrschen. Die Psychoanalyse, so die These, muss die vertikale Baby-Mutter- sowie die Kind-Vater-Achse, die ihre Praxis und Theorie bis heute maßgeblich strukturieren, um eine horizontale Achse ergänzen. Die Konzepte eines »Geschwistertraumas« und eines nachfolgenden »Gesetzes der Mutter«, das dessen Konsequenzen zu unterbinden sucht, dienen hier als entscheidender Bezugsrahmen, in dem sich dieses neue Verständnis herausbilden kann.