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Im Zuge familienstruktureller Veränderungen, insbesondere neu zusammengesetzter Familien, bekommen Neid und Spaltungsphänomene auch therapeutisch immer größere Bedeutung. Der Beitrag beschäftigt sich anhand von klinischen Fällen und historischen Beispielen mit spezifischen Neidkonstellationen und Spaltungsphänomenen unter Schwestern und arbeitet das aufgespaltene Mutterbild und Konsequenzen des Fehlens des Vater heraus. Neidkomponenten lassen sich auch bei der Position in der Geschwisterreihenfolge (älteste vs. jüngste Schwester) nachweisen. Überlegungen zur therapeutischen Umsetzung betreffen die Notwendigkeit der Differenzierung u.a. durch Arbeit an Strukturaspekten der Patienten, aber auch die Elternarbeit (bei Kindern und Jugendlichen in Therapie) und den Umgang mit Neid auf den Therapeuten und die analytischen »Geschwister«.