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Bleibende Relevanz ist der treffende Titel dieser Zusammenstellung vielfach bisher nicht ins Deutsche übersetzter psychoanalytischer Beiträge zur Theorie und Technik des 1999 verstorbenen Kurt Eissler. Er ist einer Arbeit entlehnt, in der der zum Verwalter des literarischen und wissenschaftlichen Nachlasses Eisslers bestimmte Emanuel Garcia einen lesenswerten Einblick in wesentliche klinische Arbeiten gegeben und Eisslers beispielloses Potential therapeutischer Variabilität hervorgehoben hat, »die im besten Falle aus der konzentrierten Menschlichkeit des Analytikers erwächst« (Garcia 2007, S. 106). Eisslers »Essays zu Literatur, Kunst und Gesellschaft« sind 2013 unter dem Titel »Diese liebende Verehrung …« erschienen.
Der umständliche Titel des ersten Beitrags »Das Chicago Institute of Psychoanalysis und die sechste Phase in der Entwicklung der psychoanalytischen Technik« bezieht sich auf das 1946 erschienene Buch Psychoanalytic Therapy von Alexander & French, in dem die Autoren beabsichtigten, die Umwandlung der vom Makel der Verunreinigung durch fünf frühere Entwicklungsphasen belasteten Technik in »dauerhaftere Formen der Psychotherapie« zu beschleunigen. Eissler sah in diesem Buch eine Kampfansage, durch die die außerordentlichen Fortschritte, die Freud zu verdanken waren, nach dessen Tod rückgängig gemacht zu werden drohten. 1948 antwortete Eissler auf diese Herausforderung mit einer sorgfältigen Arbeit, die 1950 im Journal of General Psychology, also abseits psychoanalytischer Zeitschriften, veröffentlicht wurde, ein Umstand, der dazu geführt haben mag, dass sie nur sehr selten zitiert wurde. Alexanders Definition der Neurose als Versagen des Individuums, erfolgreich mit einer sozialen Situation umzugehen, erscheint Eissler behavioristisch und auch deshalb unhaltbar, weil sie die Orientierung der Standard-Technik an der Übertragungsneurose und dem Ziel einer strukturellen Veränderung vollkommen vernachlässigt. Ausführlich widmet Eissler dem populär gewordenen i