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Ein weites Feld ist auf dem Einband des Buches abgebildet mit einer Wegspur, die in ein steppenartiges Land hineinführt. Die Situation der Pioniere in Argentinien wird damit evoziert, denn wer dieses Buch in die Hand nimmt, lernt bald, dass Buenos Aires der Ursprungsort ist, von dem aus die Psychoanalyse in den südamerikanischen Kontinent und nach Spanien getragen wird. Das weite Feld führt auch sehr anschaulich zum Konzept des campo psicoanalítico, des analytischen Feldes, das derzeit international ebenso bekannt wird wie Rackers Konzeptualisierung der konkordanten und komplementären Gegenübertragung, Garmas Werk über die Träume und Blegers Arbeit über den Rahmen.
Mit Pioneers of Psychoanalysis in South America stellen die Herausgeber einen imposanten Band vor. 28 klassische Arbeiten von 24 Autorinnen und Autoren werden präsentiert. Sie sind inhaltlich geordnet in den umfangreichen Kapiteln Psychoanalytischer Prozess, Psychoanalytische Technik, Metapsychologie, Psychoanalyse von Kindern. Kurz folgen Kultur und Gesellschaft und Psychosomatische Medizin. In biographischen und werkgeschichtlichen Einführungen werden die Autoren vorgestellt. Dadurch entsteht ein Kaleidoskop von Lebensgeschichten, Theoriebeiträgen und internationalen Brückenschlägen, das äußerst farbenreich und eindrucksvoll ist. Ich möchte ein paar Beispiele herausgreifen.
Angel Garma wird im spanischen Bilbao geboren, macht im Berlin der 1920er Jahre die Ausbildung mit einer Lehranalyse bei Theodor Reik und kehrt 1931 nach Spanien zurück, um dort die Psychoanalyse aufzubauen. Francos Diktatur macht deren zarte Anfänge zunichte. Garma muss nach Buenos Aires emigrieren. Nach der Demokratisierung Spaniens wird er wiederum zu einem Gründungsvater der spanischen Psychoanalyse und zu einer Leitfigur der spanischsprachigen psychoanalytischen Welt. Wenn ich jetzt noch hinzufüge, dass er auf sehr eigenständige Weise Freud weiterdenkt - eines seiner großen Themen ist die traumatische Genese der Träume - und mehr