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»Matrix« ist ein Basiskonzept in der Gruppenanalyse nach S. H. Foulkes. Im Anschluss an Kurt Goldstein bezeichnet Foulkes damit das Unbewusste in Gruppen, und zwar sowohl in Klein- wie auch in Großgruppen. Unter Bezugnahme auf die Geschichte der Gruppenanalyse werden die impliziten jungianischen Traditionen im Matrixkonzept herausgearbeitet. Dabei wird die These vertreten, dass sowohl die Psychoanalyse wie die Gruppenanalyse in der beiden gemeinsamen kulturellen Tradition der jüdisch-rabbinischen Textinterpretation stehen. Vor diesem Hintergrund wird die Unterscheidung einer ursprungslogischen bzw. ursprungsmythischen von einer bundestheoretischen Theorie der Matrix im Anschluss an das Werk des Religionsphilosophen Klaus Heinrich vorgeschlagen. Die in der jüdischen Prophetie begründete Bundestradition bildet die gedächtnisgeschichtliche Grundlage sowohl der psychoanalytischen Grundregel der freien Assoziation wie der gruppenanalytischen Grundregel der freien Kommunikation. Die harmonisierende Integration der ursprungslogischen Theorie des »kollektiven Unbewussten« von C. G. Jung in der gruppenanalytischen Theoriebildung schon bei Foulkes wird als gruppenspezifische Abwehr gegen Spaltungs- und Vernichtungsängste interpretiert.