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Alcira Mariam Alizade (1943-2013) war eine argentinische Psychoanalytikerin und Lehranalytikerin der Argentinischen und der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung und langjährige Vizepräsidentin des Komitees für Frauen und Psychoanalyse (COWAP), die sich bis zu ihrem Tode mit großer Leidenschaft für die Entwicklung einer Psychoanalyse der Weiblichkeit einsetzte und dafür nach einer neuen, nicht der Begrifflichkeit der männlichen Sexualität entstammenden Sprache suchte. Manche Leser werden sich bei der Lektüre dadurch anfangs auch irritiert fühlen. Je mehr man sich aber auf Alizades Schilderungen einlässt, desto faszinierter ist man von ihrer Beschreibung einer spezifisch weiblichen Form körperlich erfahrener Sinnlichkeit, die so meines Wissens sonst noch nirgends beschrieben worden ist.
Alizade orientiert sich dabei vor allem an Didier Anzieus Haut-Ich (1991) als einer primären, phantasmatischen, somato-psychischen Hülle, die das Kind auf schützende Weise einhüllt und ihm eine erste, noch ganz im Körperlichen verankerte Unterscheidung von Innen und Außen ermöglicht. Die weiblichen Lustempfindungen und Regressionserfahrungen werden damit in einem neuen, kreativen Umfeld verankert, in dem das Wort »Hülle« eine Vielzahl von Bedeutungen erhält. Es gibt »Hüllen, die erleichtern, beschützen und liebkosen«, aber auch »Hüllen, die ersticken, erdrücken, zerstören und vergiften« (S. 47), so wie es »Schmerzhüllen« gibt (S. 45), bei denen Tränen, Rückzug und Schmerz die entstandene Verletzung einhüllen, bis das Subjekt sich unter diesem Schutz wieder soweit gesammelt hat, dass es sich selbst eine neue Haut verschaffen kann (S. 45).
Hüllen allein, so beschützend und bergend sie auch sein können, reichen aber nicht aus, um das Subjekt auf Dauer zu stützen und zu bewahren. Es muss im psychischen Apparat darüber hinaus einen unzerstörbaren steinernen Kern geben, der unabhängig von den triebbedingten Erschütterungen des erogenen Körpers und den unvorhersehbaren, verletzenden E