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Die Schwierigkeit der Psychoanalyse, im Feld der Wissenschaften einen Platz zu finden, beruht - so Pontalis (1968, S. 97) - nicht allein darauf, dass sie die geltende Klassifizierung verändert, sondern dass sie eine grundlegende »Umwälzung unserer Beziehung zum Wissen« in die Wege leitet. Dieses Vermächtnis einzulösen, d. h. die Psychoanalyse nicht in vorgefundene wissenschaftstheoretische Raster oder im Zweifelsfall als »dazwischen«, »weder-noch«, »sowohl-als auch« einzuordnen, sondern jenseits solcher Raster ihre genuinen epistemologischen Implikationen erst einmal auszubuchstabieren - das ist die Aufgabe, die sich Rolf-Peter Warsitz und Joachim Küchenhoff in dem vorliegenden Band der »Psychoanalyse im 21. Jahrhundert« stellen: »Psychoanalyse ist selbst Erkenntnistheorie, sie ist nicht nur Gegenstand derselben« (S. 10). Ohne diese aus der psychoanalytischen Erfahrung heraus zu eruierende eigenständige Epistemologie fehlt - so die Autoren - die »Voraussetzung