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Die Vaterrolle unterliegt auch heute starken sozialen und poli tischen Determinierungen, wodurch die Wahlfreiheit bei der Ausgestaltung der Elternrolle oft eingeschränkt wird. Dabei ist die heute häufigere engagierte Vaterschaft (enge Interaktion mit dem Baby) ein seltenes Beispiel dafür, wie ein bewusst gewähltes Verhalten profunde Veränderungen der hormonellen Steuerung von Psyche und Körper auslösen kann. Die »Plastizität des Gehirns« stellt sich nämlich in den Dienst der Bedürfnisse des Babys und seiner gesamten psychischen und sozialen Entwicklung. Die Arbeit untersucht die Auswirkungen dieser Umstellung auf den Vater, die Mutter und das Baby sowie ihre Beziehung zueinander. Die Risiken für den Vater liegen, in den ersten Lebensjahren des Babys, in einer erhöhten Anfälligkeit für stressbedingte Erkrankungen bis zur postpartalen Depression. Auf längere Sicht und bei Fortbestand einer engen Beziehung zwischen Vater und Kind sind eminent positive Auswirkungen für Kind, Vater und Mutter vielfach empirisch belegt.