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Zunächst stellt im Vorwort Patrick Meurs das Projekt »Erste Schritte« vor, das zuerst im Jahr 2000 in Belgien mit dem Ziel eingerichtet wurde, Entwicklungschancen von Kindern aus gesellschaftlich vulnerablen Familien zu verbessern.
In der Einleitung beschreibt M. Leuzinger-Bohleber die Entstehung des Integrationsprojekts »Erste Schritte« nach einem im März 2007 von ihr organisierten internationalen Workshop zum Thema »Förderung der Integration von Familien mit Migrationshintergrund«. Auf der Grundlage der Ergebnisse dieses Workshops wurde das Projekt konzeptualisiert und wird seit 2010 in Frankfurt als Modellprojekt umgesetzt.
Das Buch besteht aus drei Teilen. Im ersten Teil werden psychoanalytische Konzepte von früher Elternschaft vorgestellt. So ist für Winnicott die »primäre Mütterlichkeit« der entscheidende Faktor dafür, wie der Säugling die basale Erfahrung der totalen Abhängigkeit von den Primärobjekten durchlebt. Ebenso zentral für die Entwicklung eines eigenen Selbst sind die Übergangsphänomene. Der »intermediäre Raum«, ein Zwischenraum zwischen Selbst und Objekt, ist sowohl für die Trennung vom Objekt als auch für die Selbstentwicklung wichtig.
Beim objektbeziehungstheoretischen Ansatz ist die frühe containende Funktion der Primärobjekte für die affektive und kognitive Entwicklung des Kindes maßgeblich. Der selbstpsychologische Ansatz postuliert, dass die Mutter sich in den ersten Monaten ihrem Säugling als Selbstobjekt zur Verfügung stellt, so dass das Baby seine Grandiosität in dieser Phase, in der die Grenzen zwischen Selbst und Objekt verschwinden, entfalten kann. Die Entwicklung einer tragenden narzisstischen Selbstwertregulation ist nach dieser Auffassung der wichtigste Beitrag zur Prävention von Gewalt und Destruktion. Die Bindungs- und Säuglingsforscher sehen die mütterliche Feinfühligkeit bzw. die Interaktion mit einem empathischen Primärobjekt (»good enough mothering«) als die wichtigste Determinante der basalen Entwicklung zu einem gesunden Selbst.