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Das Ausüben der Psychoanalyse über fünfunddreißig Jahre kann nicht ohne Spuren bleiben. Für mich haben sich Änderungen meiner Theorie ergeben, und diese habe ich versucht so auszusprechen, wie sie sich in meinem Geist zusammenfügten. Oft war das, was ich entdeckte, bereits von anderen entdeckt und besser ausgedrückt worden, sei es von Freud selbst, von anderen Psychoanalytikern oder von Dichtern oder Philosophen. Das hält mich nicht davon ab, weiterhin aufzuschreiben (und vorzutragen, wenn mir ein Publikum zur Verfügung steht), was mein jeweils jüngstes Gedankenkind ist.
Zur Zeit beschäftigt mich die Idee, dass die psychoanalytische Theorie zur Theorie der Verrücktheit etwas beitragen kann; gemeint ist Verrücktheit, der man klinisch entweder in Form einer Angst vor Verrücktheit begegnet oder einer anderen Art krankhaft unsinniger Manifestation. Ich möchte versuchen, dies darzustellen, auch wenn ich vielleicht nur das (psychoanalytisch) Offensichtliche sage.
Wir besitzen die einzige wirklich brauchbare theoretische Formulierung für die Art und Weise, wie sich der Mensch psychologisch von einem absolut abhängigen unreifen Wesen zu einem relativ unabhängigen reifen Erwachsenen entwickelt. Diese Theorie ist äußerst kompliziert, es ist schwer, sie kurz und bündig darzustellen, und wir wissen, dass es große Lücken in unserem Verstehen gibt. Dennoch, es gibt diese Theorie, und damit hat die Psychoanalyse einen Beitrag geleistet, der allgemein, wenn auch gewöhnlich nicht ausdrücklich, anerkannt wird.
In Bezug auf die psychoanalytische Theorie wurde oft gesagt, dass es in der Entwicklung des normalen Kindes eine Periode der Psychoneurose