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Diese Arbeit geht von der Herausbildung eines neuen Deutungskonzepts aus. Es lässt sich als offen, inspiriert, libidinös, bildhaft, narrativ, unvollständig und nicht erklärend charakterisieren. Mit ihm verbinden sich die Begriffe der ungesättigten Deutung und der Figurabilität. Schwerpunkt der Arbeit sind drei Wege, auf denen ungesättigte Deutungen gewonnen werden können. Sie werden anhand von Fallvignetten vorgestellt: Transformation in Figuren, in Träumen und in Erzählen. Konzeptuell wird eine Erweiterung der Gegenübertragung um imaginative, träumerische (halluzinatorische) und narrative Elemente vertreten. Der Autor diskutiert die Frage, inwiefern es berechtigt ist, ungesättigte Deutungen überhaupt Deutungen zu nennen. Er befürwortet die Neubewertung der Wunscherfüllung, die mit ihnen einhergeht; sie erleichtere es, dass in der Stunde »Psychoanalyse zu fließen beginnt« und nachträgliche Umarbeitungen, eine Evolution der emotionalen Erfahrung und eine neue Beziehungsrealität entstehen können.