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Die Autorin verspricht mit diesem Buch eine Reise durch die Kinderanalyse. Sie möchte »einen Überblick geben über ein paar Gedanken« (S. 9), die ihr im Laufe ihrer Tätigkeit als Kinderanalytikerin in der Klinik und der Lehre wichtig geworden sind, und ihre »persönlichen Erfahrungen mit psychoanalytischer Theorie, Praxis und Selbstreflexion darstellen« (S. 9), eine Art Bilanz ihrer Arbeit als Kinderanalytikerin also. Damit stimmt sie den Leser auf einen aphoristischen und metaphernreichen Text ein, der informieren und zu weiterem Nachdenken anregen kann.
Die formale Gliederung des Buches nimmt den Gedanken des Prozesses auf, indem die Kapitel dem Verlauf der analytischen Behandlung folgend von der Erstbegegnung über die Behandlung mit ihren grundlegenden technischen Konzepten und Herausforderungen analytischen Arbeitens wie Rahmen, Durcharbeiten, Symbolisierung, Handlungsdialog, Deutung, Nichtwissen und Gefährdungen zum Ende der Behandlung und zum Abschluss des Buches führen. Jedes Kapitel wird mit einigen theoretischen Bemerkungen eingeleitet, die jeweils durch Fallvignetten veranschaulicht werden. Anschließend folgen Berichte aus Behandlungen; über einige Patienten wird mehrfach in den verschiedenen Kapiteln berichtet, so dass man beim Lesen Vorstellungen und Hypothesen zu verschiedenen Behandlungsprozessen bilden kann.
Die Aufgabe der kinderanalytischen Behandlung sieht die Autorin einerseits, Anna Freud folgend, in der Aufhebung von Entwicklungsblockaden. Ihr Blick auf die Kinderpatienten ist dabei vorwiegend an Winnicott und Bion orientiert. Die Probleme und Symptome der Kinderpatienten ordnet sie dem »falschen Selbst« (Winnicott) zu. Die analytische Behandlung soll demzufolge dem Kind Zugang zu seinem »wahren Selbst« verschaffen, d. h. es soll seine eigene Sprache finden, authentisch für sich selbst sprechen können. »Das falsche Selbst, entstanden durch eine zu frühe Anpassung an die Bedürfnisse und Erwartungen anderer, ist zurückgewichen und hat dem wahren Selbs