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Auf dieses Buch haben viele Kinder-und Jugendtherapeuten gewartet. Dieter Bürgin, der langjährige Ordinarius an der Universität Basel und Chefarzt der Kinder-und Jugendpsychiatrischen Universitätsklinik Basel hat mit Barbara Steck, Privatdozentin und Psychoanalytikerin, aus reichem Erfahrungsschatz eine Einführung zur Indikation psychoanalytischer Psychotherapie bei Kindern
und Jugendlichen gegeben. Das diagnostisch-therapeutische Vorgehen wird theoretisch und anhand von zahlreichen Falldarstellungen behandelt. Die 22 Fallbeispiele bilden den Schwerpunkt des Buches (S. 138-392).
Zur Einführung wird auf Fragen des Evaluationsprozesses wie z. B. der Bedeutung der Symptome bei Kindern eingegangen. Es wird auf Anna Freud Bezug genommen, die sagt, dass die »Fähigkeit der Kinder, sich zu entwickeln, blockiert sei« (S. 13). Leider gehen die Autoren nicht darauf ein, dass das nicht allgemein so gesehen wird (vgl. Fonagy & Target 1996). Bei den erfassbaren Informationen werden die Daten und Symptombeschreibungen der Eltern über das Kind sowie testpsychologische Untersuchungen angeführt.
Die explorative Dimension der diagnostischen Untersuchung, d. h. das genaue Erheben der Lebenszusammenhänge des Kindes in seiner Familie, wird als wesentlich benannt. Die enge Verschränkung von diagnostischen und therapeutischen Vorgangsweisen wird gewürdigt. Die von Winnicott entwickelte »Squiggle«-Technik wird als zentrales Instrument der ersten Begegnung zwischen Therapeut und Kind/Jugendlichem eingesetzt. Kurz wird auch auf die Bedeutung des Arbeitsbündnisses nicht nur mit dem Kind, sondern auch mit den Eltern eingegangen, obwohl diese Dimension in den späteren Ausführungen eher vernachlässigt wird. Gerade für Kindertherapeuten wäre ein genaueres Eingehen auf die besondere Situation, mit zwei »Patientensystemen« ein stabiles Arbeitsbündnis eingehen zu müssen, hilfreich.
Auch in der Behandlung der weiteren Themen, etwa, ob ein psychoanalytisches Verfahren die bestmögliche Behandlungsmethode