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Seit Freud haben psychoanalytische Autoren immer wieder Arbeiten publiziert, die gesellschaftliche Themen mit psychoanalytischen Mitteln behandelten und damit wissenschaftliche und öffentliche Diskurse beeinflusst. Umgekehrt haben auch viele Soziologen ihre Studien mit psychoanalytischen Theorien angereichert und verbessert. Diese Arbeiten zeigen, dass die Zusammenarbeit von Psychoanalyse und Soziologie möglich und produktiv ist. Die Beziehung zwischen Psychoanalyse und Soziologie war und ist jedoch großen Veränderungen unterworfen, die auch für die jeweilige Zeit und Wissenschaftskultur charakteristisch sind. Der Autor untersucht und diskutiert den aktuellen Stand dieser nicht einfachen Beziehung unter der Prämisse: Wenn man das Missverhältnis zwischen dem Potenzial der Kooperation von Psychoanalyse und Soziologie und dem, was tatsächlich passiert, ändern will, muss man wissen, was die Gründe dafür sind.