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Die Autobiographie mit dem Titel Encounters with the Irrational, erschienen in einem amerikanischen psychoanalytischen Verlag, sieht von außen aus wie eine detective story: Der Umschlag zeigt einen Mann im Mantel von hinten vor einem hohen, unwirtlich anmutenden Wald, Rauhreif auf dem Gestrüpp am Boden. Ein modischer Mantel, viel zu kalt, eine Umgebung, die nicht zu dem Mann passt.
Diese Einleitung sei erlaubt bei der Autobiographie eines Autors, der mehrmals in seinem Leben gezwungen war, eine Bleibe an Orten für sich herstellen zu müssen, die ihm nicht gerade entgegenkamen. Der Autor selbst sieht sein Leben und Überleben unter dem Stern des Irrationalen. Sofern ich es richtig verstanden habe, meint er damit alles Ungeplante und nicht bewusst Angestrebte, den Zufall, die glückliche Fügung, das Jenseits aller Vernunft und die determinierende Kraft des Unbewussten.
Haynal geht in seiner autobiographischen Erzählung chronologisch vor, beginnend mit Kindheit und Schulzeit in Ungarn, hauptsächlich in Budapest, wo er als einziger Sohn einer multikulturellen, liberalen und politisch engagierten Arztfamilie aufwächst, führt uns über die Jahre des Kriegs und der Besetzung Ungarns durch die Deutschen in die Nachkriegszeit unter russischer Besatzung, während der er studierte, zunächst Psychologie und Philosophie und, als diese Fächer ideologisch immer mehr eingeengt wurden, schließlich Medizin. Es sind Jahre unter ständiger Bedrohung: »Fear is the only memory«. 1956 konnte er nach Wien fliehen und von dort in die Schweiz emigrieren, zuerst nach Zürich, wo er das Medizinstudium abschloss und die psychoanalytische Ausbildung machte, um über Lausanne nach Genf zu gelangen, wo er bis heute zuhause ist.
Für Encounters with the Irrational verwendete Haynal einen in der von Ludger Hermanns herausgegebenen Reihe Psychoanalyse in Selbstdarstellungen erschienenen ersten Versuch einer Autobiographie (2008). Er erweiterte ihn um ein langes, bisher nur auf Ungarisch erschienenes Interview,