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Ein Großteil der Kontroverse über den Nutzen der psychodynamischen Psychotherapie betrifft die psychodynamische Kurzzeitpsychotherapie in der Depressionsbehandlung (Fonagy 2015; Leichsenring et al. 2015). Eine aktuelle Übersicht von Cuijpers und Kollegen legt den Schluss nahe, dass Hans Eysencks Beurteilung der Psychotherapie korrekt war; bereinigt um verschiedene Biasquellen erzielt die Psychotherapie der Depression, was die Symptombesserung angeht, bestenfalls kleine Effekte (Cuijpers et al. 2018). Allerdings ist auf diesem Gebiet nichts so eindeutig, wie es auf den ersten Blick aussieht. Bei Kontrolle von vier methodischen Schlüsselparametern (adäquate Generierung der Zuteilungsfolge, verborgene Zuteilung, Verhinderung des Bekanntwerdens der zugeteilten Intervention durch Verblindung der Beurteiler sowie Handhabung unvollständiger Ergebnisdaten - Kontrolle, ob Intentionto- treat- Analysen vorgenommen wurden oder nicht) und bei Ausschluss von Wartelistenkontrollstudien erzielte die psychodynamische Psychotherapie auf der Grundlage von fünf Studien eine moderate Effektstärke (g = .43, 95 % CI .10-.77) im Vergleich zur kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) (g = .36, 95 % CI .27-.45). Wichtig ist, dass trotz gegenteiliger Gerüchte bei der Aussonderung von Studien mit hohem Biasrisiko der Ausschuss den geringsten Einfluss auf das psychodynamische Verfahren ausübte, so dass sich für 50 % des ursprünglichen Samples ein »niedriges Biasrisiko« ergab.
Es macht wenig Sinn, in die unergiebige methodologische Debatte einzusteigen. Realistische Beobachtungsstudien zur »ergebnisbasierten Evidenz« weisen selten bedeutungshaltige Unterschiede zwischen therapeutischen Verfahren nach (Pybis et al. 2017). Wie dem auch sei - konzeptueller Bezugsrahmen der psychodynamischen Psychotherapie sind nicht 10- bis 15-stündige Interventionen, sondern die mit den spezifischen Vorteilen von Langzeitinterventionen gegenüber weniger intensiven Kurzzeitpsychotherapien assoziierten Beobachtungen. In d