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Vorgestellt wird die psychoanalytisch-psychotherapeutische Arbeit mit einem hochbegabten jungen Theaterkünstler. Der Patient wies eine spezifische Form der Dissoziation auf, die mit zwanghafter, nahezu ununterbrochener Reisetätigkeit einherging. Symptome wie Schlaflosigkeit, pausenlose Arbeit und Fluchtverhalten ließen sich auf eine traumatische Kindheitserfahrung sowie auf ein vom Vater weitergegebenes Trauma zurückführen, das dieser in Französisch-Nordafrika während der deutschen Besatzung erlitten hatte. Familientrauma und damit zusammenhängende Geheimnisse entzogen sich dem Bewusstsein und widersetzten sich der analytischen Aufmerksamkeit. Indem der Analytiker sein eigenes traumatisches Erbe anerkannte und bezeugte und die Behandlungstechnik, die er in seiner relativ klassischen Ausbildung erlernt hatte, modifizierte, konnte er die Behandlung aus einer Sackgasse herausführen. Ein in höherem Maß relational orientiertes, von Patient und Analytiker gemeinsam entwickeltes Vorgehen bewirkte, dass der Patient sich besser verstanden fühlte. Alternative Kommunikationsformen, z. B. Veränderungen des Rahmens, gemeinsame Enactments und das Bezeugen durch den Analytiker trugen in Verbindung mit der verbalen Kommunikation zur Stabilisierung des Rahmens und zur Vertiefung der Behandlung bei.