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Beharrlich setzt der Berliner Psychoanalytiker und Historiker der Psychoanalyse Ludger H. Hermanns die Reihe der Selbstdarstellungen gegenwärtiger Psychoanalytiker fort. Er hat sie 2009 initiiert, der erste Autor war Wolfgang Loch. Inzwischen sind die Bände X und XI erschienen. Sie enthalten zehn Autobiographien, deren Autoren zwischen 1921 und 1938 geboren sind und in Deutschland, Israel, Großbritannien, Israel und den USA leben.
Der Titel lehnt sich natürlich an Freuds »Selbstdarstellung« an, die er 1925 für den Band Medizin der Gegenwart schrieb. Freud beklagte sich über die »Besonderheit und Schwere der übernommenen Aufgabe«, löste sie jedoch mit Nüchternheit und Eleganz.
Die Autobiographien könnten nicht unterschiedlicher sein. Jeder Autor hat seine eigene Weise zu erzählen, mancher lebendig und spannend, ein anderer reiht eher Fakten seiner Karriere auf, was die Lektüre erschwert. Alle legen jedoch wertvolle Zeugnisse einer Epoche ab, die den Nationalsozialismus einschließt.
Die Auswahl im Band X folgt dieser Logik. Besonders eindrücklich war für mich die Konfrontation mit den Traumatisierungen deutscher Analytiker