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Seit Jahrzehnten sind Psychoanalytiker, Psychotherapeuten und Psychiater in ihren Praxen und Kliniken zunehmend mit frühen und schweren, »präödipalen« Traumata und entsprechenden psychischen Erkrankungen konfrontiert. Ausgangspunkt von Schmithüsens Überlegungen - die er in drei ausführlichen Falldarstellungen vieljähriger vierstündiger Analysen eindrucksvoll entfaltet - ist ein frühes »Entgleisen des Dialogs« (René Spitz) mit den bedeutsamen Bezugspersonen, das - im Sinne Winnicotts - zu einem katastrophischen psychischen Zusammenbruch des noch unreifen Ichs geführt hat. Die Folge dieses frühen Vernichtungserlebens ist die Entwicklung dessen, was Winnicott »fear of breakdown« genannt hat. Und die Angst vor einer Wiederholung dieses Zusammenbruchs bestimmt nun die weiteren Objektbeziehungen der Traumatisierten und eben auch die Beziehung zum Psychoanalytiker.