You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Ausgehend von der Diagnose einer digitalen Durchdringung der Welt skizziert der Autor an drei »Fällen«, welche Auswirkungen sie auf das Selbstverständnis und das Denken der Akteure habe. Um die Psychodynamik des Digitalen besser erfassen zu können, rekurriert er auf Descartes’ jugendliche Intuition einer modernen mathematischen Wissenschaft: Bei ihm enthülle sich das Faszinosum einer »Mathesis Universalis«, die er als Methode - auch zur Lösung seiner Lebensproblematik - enthusiastisch aufnahm. Die Digitalisierung der Welt verdankt ihren Erfolg der grundlegend binär-unendlichen Logik und der damit verbundenen Leugnung der Triangularität, so der Autor. So meine die digitale Welt von den Gesetzen des Lebens frei zu sein und sich über sie hinwegsetzen zu können.