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Im vorliegenden Artikel werden zunächst einige grundlegende Ausführungen Freuds zum Gedächtnis in Erinnerung gerufen und ihre anhaltende Bedeutung aus heutiger psychoanalytischer Sicht kurz kommentiert. Dann werden Konzepte aus der kognitiven und neurobiologischen Gedächtnisforschung vorgestellt. Anschließend wird gefragt, ob der mittlerweile häufig erfolgende Rückgriff auf diese Konzepte, die in den letzten Jahren eine rasche Verbreitung erfahren haben, bisherige psychoanalytische Erkenntnisse überflüssig macht: Können sie zur Klärung der Frage beitragen, ob die Bewusstmachung von Erinnerungen an gravierende Kindheitserfahrungen für das Verständnis und die Veränderung des heutigen Erlebens überhaupt noch nützlich ist?