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Der 13. Band ausgewählter Aufsätze aus dem International Journal widmet sich der Psychoanalyse in Südamerika. Zu Beginn gibt Virginia Ungar, derzeit Präsidentin der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung, einen Überblick über die Entwicklung der Psychoanalyse in Argentinien. Bemerkenswert ist, wie rasch sich die Kinderpsychoanalyse hier durch Übersetzungen der Arbeiten Melanie Kleins in den 1950er Jahren ausgebreitet hat. Durch die Diktatur kam es zu einer besonders engen Beziehung zwischen Psychoanalyse
und gesellschaftlichem Leben, da mit den Ängsten und Schmerzen der Patienten die Außenwelt ins Behandlungszimmer eindrang. Im Vergleich zu Europa verblüfft die hohe gesellschaftliche Akzeptanz der Psychoanalyse in Argentinien.
Die zweite Arbeit ist eine Zusammenstellung von Mitschriften, die Studenten des ursprünglich aus der Schweiz stammenden Psychiaters Enrique Pichon-Rivière (im Folgenden Pichon genannt), eines prominenten Vordenkers der südamerikanischen Psychoanalyse, in den 1970er Jahren anfertigten. Sie gibt einen Überblick über dessen Theorie des Vínculo, die insofern eine psychosoziale Weiterentwicklung der Objektbeziehungstheorie darstellt, als sie »die wechselseitige Verschränkung zwischen Subjekt und Objekt« betont, wie der Herausgeber in seiner Einführung schreibt (S. 9). Patienten wollen immer kommunizieren, auch autistische oder schizophrene. Deshalb müssen Analytiker die ihnen von ihren Patienten zugewiesene Rolle annehmen. Dadurch wird eine Beziehung gefestigt, die Pichon »Vínculo« nennt. «In diesem Vínculo werden gute und böse/schlechte Dinge so lange zirkulieren, bis die Patienten imstande sind, ihre eigenen guten und bösen Anteile von denen des Analytikers zu unterscheiden, und herausgefunden haben, wie sie und ihre Analytiker tatsächlich sind« (S. 32).
Greenberg verortet Pichons Vínculo in den Theorien Melanie Kleins und Harry S. Sullivans. Er schreibt in seinem Kommentar zu dessen Aufsatz, dass Pichons Theorie der psychoanalytischen S