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Der Begriff der ausdrücklichen Zustimmung setzt ein Subjekt voraus, das sich selbst vollkommen transparent ist und die Auswirkungen seiner Zustimmung exakt antizipieren kann. Der vorliegende Aufsatz schlägt den Begriff der »Grenz-Zustimmung« vor, der uns verschiedene Formen des Nachdenkens über das »Sexuale« und über die analytische Begegnung eröffnet. »Grenz-Zustimmung« meint ein eher nuanciertes Aushandeln von Grenzen; es wird dann möglich, wenn ein Subjekt sich einem anderen gegenüber empfänglich macht - also einen Zustand annimmt, der weder aktiv noch passiv ist. Das, was die Autorin »Überwältigung« nennt, birgt Risiken, könne aber unter gewissen Umständen einen Raum für bedeutsame psychische Transformationen eröffnen. Ein ausführlich erörtertes klinisches Beispiel zeigt, wie die »Überwältigung« sich in der klinischen Begegnung manifestieren und wie sie in die Dynamik von Übertragung und Gegenübertragung eindringen kann.