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Der Autor untersucht die Beziehung zwischen Sándor Ferenczi und Sigmund Freud im Lichte ihrer Korrespondenz und zeigt, wie Freud in der Lage war, Ferenczi eine »berufliche und persönliche Heimat« anzubieten, was Ferenczi befähigte, einen sinnhafteren und kreativen Kontakt zu sich selbst zu finden. Diese Erfahrung spielte nach Ansicht des Autors eine wichtige Rolle für Ferenczis spätere Bereitschaft, seinen Patienten ein vergleichbares »psychoanalytisches Zuhause« anzubieten bzw. mit ihnen zu schaffen. Weil Freud nicht imstande war, diese klinische Forschungsarbeit mit ihm zu teilen, kam es zu einem Konflikt, dessen Wurzeln in den von ihnen zwischen Januar 1908 und Mai 1933 ausgetauschten Briefen zu finden sind. Unter diesem Aspekt kann Ferenczis »Klinisches Tagebuch« (geschrieben 1932/1933 und erst 1985 veröffentlicht) als Fortsetzung dieses Dialoges gesehen werden und vor allem als Ferenczis Versuch, das Konzept der »beruflichen und persönlichen Heimat«, die sie gemeinsam geschaffen hatten, nicht aufzugeben.