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Die Rolle Ferenczis in der Geschichte der Psychoanalyse ist verhüllt und eröffnet, dargestellt und verschwiegen, mystifiziert und aufgeklärt worden. Balint hat die Entfremdung zwischen Freud und Ferenczi als Schock für die Entwicklung der Psychoanalyse bezeichnet, andere sprachen von einem Trauma für nachfolgende Generationen, und wieder andere erkennen in Ferenczi nicht nur den begabtesten Kliniker der Zeit, sondern auch jenen Theoretiker, der viele nachhaltig inspirierte, gerade auch dann, wenn sie ihn nicht erwähnten. Im vorliegenden Buch tragen die Autoren der internationalen Ferenczi-Forschung nicht nur den State of the Art zusammen, sondern auch Perspektiven und neue Kontextualisierungen. Dazu gehören diejenigen, wie Judith Dupont, Ernst Falzeder und André Haynal, die Texte (v.a. Das Klinische Tagebuch) und Briefwechsel von Ferenczi (Emanuel Berman, Ferenc Erös, Christopher Fortune) ediert haben; weiter die, die übersetzten (Peter T. Hoffer, Yves Lugrin, Michelle Moreau Ricaud), beitrugen zur Nutzbarmachung seiner klinischen Einsichten, an der Ausweitung seines Traumabegriffs in Klinik, Forschung, Kunst oder Sozialtheorie (Andreas Hamburger, Irwin Hirsch, Elisabeth Howell, Steven Kuchuck, Louis Jorge Martin Cabré, Madeleine Miller-Bottome, Luis Mario Minuchin, Donna Orange, Robert Prince, Jeremy Safran, Ann-Louise Silver, Timo Storck, Massimo Vigna-Taglianti); oder biographisch arbeiteten über psychoanalytische Zeitgenossen (Anna Bentinck von Schoonheten, Carlo Bonomi, Franco Borgogno, Louis Breger, B. William Brennan, János Harmatta, Kristián Kapusi, Judit Mészáros) oder über die Reichweite von Ferenczis Wirkung (Melinda Friedrich, Tom Keve, Endre Koritar, Eszter Salgó, Julianna Vamos). Dabei werden erstmalig neue biographische Materialien, etwa über Ferenczi vor Freud (von Gabriele Casullo), über Ferenczis Erkrankung (von Peter Hoffer), über seine Patienten (B. William Brennan) oder neue Details über das Tagebuch - z.B. dass es diktiert wurde - (Eva Brabant-