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Auf die Erkennung von Bildern trainierte künstliche Intelligenzen (KI) machen absurde Fehler, die in Zusammenschau mit Szenarien zur Zukunft der KI eine unheimliche Qualität gewinnen. Getreu dem Freud’schen Diktum lässt sich in diesem Unheimlichen das verdrängte Eigene suchen. Hierfür werden zwei psychoanalytische Entstehungsgeschichten des Ichs nachgezeichnet: einmal als adaptiver Apparat, der sich im Kontakt zwischen Es und äußerer Realität ausbildet, einmal als Produkt von Identifizierungen. Das Ich wird als Zusammengesetztes verstanden, und das Unheimliche der KI-Fehler an ihrer Ähnlichkeit mit den Produktionen des Ichs im Autoerotismus festgemacht. Damit stellt sich die Frage, inwieweit in der KI-Zukunftsforschung auch Forschung an der Seele des Menschen betrieben wird.