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Ingmar Bergmans Film Persona (Produktion: Ingmar Bergman, Schweden ) stellt der Handlung stumm verschiedenste Bilder voran, offenbar von hohem Symbolgehalt; ich werde später auf sie zurückkommen. Zunächst zur Handlung des Films: Die Schauspielerin Elisabet erstarrt während einer Vorstellung des Stückes Elektra - man erfährt nicht, ob sie die Mutter Klytaimnestra oder die Tochter Elektra spielt -, sie verstummt und spricht auch fortan nicht mehr. Die psychiatrische Untersuchung schließt eine schwere psychische Störung aus; die Ärztin hält eine Auszeit für ausreichend und bietet ihr an, einen Aufenthalt in einem Sommerhaus am Meer zu verbringen, begleitet von der Krankenschwester Alma. Zunächst erscheint Alma als die Gesunde - sie ist verlobt, spricht unbefangen von sich, sie werde eine Familie gründen -, während Elisabet schweigt, nicht so sehr depressiv, vielmehr der Wirklichkeit entrückt. Alma fasst Vertrauen zu ihrem stummen Gegenüber, sie beginnt, Elisabet intime Bereiche ihrer Vergangenheit mitzuteilen, erotische Versuche, eine Vergewaltigung, die ungewollte Schwangerschaft, eine Abtreibung, Zweifel an ihrem Lebensplan. Sie öffnet sich wie in einer Sitzung mit einer schweigenden, aber empathischen Therapeutin. Alma verehrt Elisabet als Künstlerin, die die Menschen verstehe, sie glaubt, ihr ähnlich zu sein, ja, sie könnten sich gegenseitig ersetzen.
Alma bringt Briefe zur Post, darunter ist ein unverschlossener Brief Elisabets an die Ärztin, in dem diese sich abfällig über Alma äußert, sie herabsetzt und verspottet. Alma kann nicht umhin, ihn zu lesen. Sie rächt sich, indem sie eine Glasscherbe so arrangiert, dass Elisabet sich verletzt. Nun werden Ambivalenz und Aggression der beiden Frauen offenbar; Alma schwankt zwischen Distanz und dem Wunsch nach Nähe, Elisabet zieht sich zurück. Als sie von Alma einmal ernsthaft bedroht wird, wehrt sie sich mit einem: »Nein, nicht!«, dann ist sie wieder stumm.