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Der Beitrag diskutiert die Bedeutung des Affekts der Eifersucht bei Freud im Vergleich zu literarischen Darstellungen des Gefühls. Während sich Freud selbst in seiner Analyse der Eifersucht von Shakespeares »Othello« hat leiten lassen, konzentriert sich die Studie auf die Novelle vom maßlos Wissbegierigen aus dem »Don Quijote«, um im Rekurs auf Cervantes Freuds Analyse zu bestätigen und zu erweitern. Eifersucht erweist sich als ein komplexes Gefühl, in dem sich verschiedene Affekte wie Liebe, Hass, Angst, Trauer und Scham überlagern. Die Komplexität der Eifersucht verhindert eine stabile Definition des Affektes, erlaubt aber zugleich eine differenzierte Analyse auf der Grundlage von literarischen Texten wie der Novelle von Cervantes, die Fallgeschichten mit hoher Aussagekraft präsentieren. Literatur und Psychoanalyse erweisen sich als Geschwister in einem Verhältnis, das von Eifersucht nicht ungetrübt ist.