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Der Autor entwickelt ein eigenständiges Konzept von Eifersucht und betrachtet sie unabhängig von anderen Emotionen, doch verwoben mit ihnen. Um die vielen Facetten der Eifersucht zu berücksichtigen, schlägt er ein psychoanalytisches Prozessmodell vor, das den je individuellen Verlauf einer Eifersuchtsentwicklung in den Blick nimmt. Anhand von Beispielen werden die lebensgeschichtlichen Eifersuchts-Dreiecke mit den Verlaufsordnungen normaler und pathologischer Eifersucht, den unterschiedlichen Reaktionen auf Eifersucht und der Psychogenese eifersüchtiger Pathologie verknüpft. Den Mechanismus der Eifersucht sieht er, bei aller Komplexität, in einer unbewussten Strategie: Äußerlich inszenierte Konflikte der Erwachseneneifersucht sollen dazu dienen, Kränkung und Scham zu bewältigen und die wachgerufenen Emotionen kindlicher, teils traumatischer Beziehungserfahrungen niederzuhalten.