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Während im alltäglichen Sprachgebrauch »Neid« und »Eifersucht« oft wechselweise benutzt werden, wird in der Psychoanalyse deutlich unterschieden. Neid bezieht sich auf eine Zweiersituation: Jemand möchte etwas von jemandem, auch einem Fremden, haben. Die Eifersucht hingegen betrifft eine Dreiersituation: Eine Beziehung scheint durch einen Dritten gefährdet zu sein. Neben der Anzahl der involvierten Personen ist der Besitzanspruch bei Neid und Eifersucht von unterschiedlicher Bedeutung. Der Autor geht der Frage der Besetzung nach, die dem Besitz vorausgeht. Besetzung bedeutet ihm zufolge sowohl freundliche Befähigung als auch feindliche Übernahme. Die Unterschiedlichkeit der Besetzung wird im Zusammenhang von Neid und Eifersucht beleuchtet. Seine theoretischen Überlegungen illustriert der Autor mit einer klinischen Fallvignette aus der Analyse mit einem Jugendlichen resp. jungen Erwachsenen.