You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Sexuelle Eifersucht ist in ihrer pathologischen Form mit narzisstischen Verletzungen verbunden, die sich psychogenetisch auf die Übergänge zwischen einer dyadischen und einer triadischen Beziehung ausgewirkt haben. Der eifersüchtige Mensch steckt in einem Zwischenraum fest und kann weder in die verlorene Schönheit der Dyade zurückkehren, noch in den triadischen Raum eintreten. Ein Fall aus einem Roman von Julian Barnes illustriert, wie Eifersucht zugleich Folge und Bewältigungsversuch dieser Pathologie ist. Beispielhaft entwickelt der Protagonist eine komplexe Abwehrformation. Als deren Kern wird die Verschiebung libidinöser Besetzung vom Objekt auf die rein innere Phantasiegestalt einer eifersüchtigen Szene herausgearbeitet. Die eifersüchtige Szene wird durch einen perversen Mechanismus sexualisiert und bekommt die Funktion einer Plombe.