You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die vorliegende Studie widmet sich der theoretischen Beziehung von Psychoanalyse und Lyrik. An der Peripherie einer Sphäre, die man als sozial oder kulturell bezeichnen kann und die sich aus integrierten Persönlichkeiten (»ganzen Objekten«) strukturiert, liegen die sensorisch dominierten Bereiche der autistisch-berührenden Position. Diese können als lyrisches Exil des Körpers verstanden werden: An der Grenze des episch-dramatischen Raums, in den man mit dem Erreichen der »depressiven Position« gewissermaßen aufbricht, um - mit einem Wort von Rimbaud - »alle bürgerlichen Erfolge zu erleiden«, tritt ein dem Zeitempfinden der »depressiven Position« weitgehend enthobenes materielles Wirkungsfeld hervor, das mit den psychischen Fundamenten in Verbindung steht, aber auch zum Abgrund werden kann. In einer Verschränkung von Gattungstheorie und der kleinianischen Theorie der Positionen soll hier etwas wie ein lyrisches Erleben beschrieben werden. Zur Debatte steht eine spezifische Form von Lyrik, die mittels einer »autistisch-berührenden« Ästhetik reflektiert werden kann und einen »autistisch-berührenden« Diskurs ausgestaltet.